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Vollständige Liste der Ansprechpartner der DLRG Ortsgruppe Horneburg/Altes Land e.V. findest du hier .
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Die DLRG-Ortsgruppe Horneburg/Altes Land e.V. hat am Samstag, 29. August 2026, ihren neuen Einsatzleitwagen 1 sowie das neue Motorrettungsboot „Föhr Wied“ offiziell in Dienst gestellt. Rund 150 geladene Gäste aus Hilfsorganisationen, Politik, Verwaltung sowie aus dem Kreis der Förderer, Unterstützer undi Mitglieder nahmen an der feierlichen Veranstaltung im Gewerbepark Grünendeich teil.
Für die Ortsgruppe markiert die gleichzeitige Indienststellung der beiden Einsatzmittel einen wichtigen Meilenstein. Mit dem neuen Motorrettungsboot und dem Einsatzleitwagen mit integrierter Drohnenkomponente erweitert die DLRG ihre Leistungsfähigkeit sowohl bei Notfällen am und im Wasser als auch bei Großschadenslagen im Rahmen des Katastrophenschutzes.
„Wir sind sehr dankbar für die breite Unterstützung aus Politik und Verwaltung, aber auch für die Hilfe vieler privater Spender, Förderer und Sponsoren. Ohne dieses gemeinsame Engagement wäre die Umsetzung beider Projekte nicht möglich gewesen“, erklärt Rainer Bohmbach, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Horneburg/Altes Land.
Feierliche Übergabe, Taufe und Segnung
Nach einleitenden Worten von Rainer Bohmbach und dem stellvertretenden Vorsitzenden Robert Rink würdigte Landrat Kai Seefried in seinem Grußwort die Arbeit der ehrenamtlichen Einsatzkräfte sowie die Unterstützung der zahlreichen Förderer.
Anschließend wurde der neue Einsatzleitwagen offiziell übergeben. Die Altländer Blütenkönigin vollzog danach die feierliche Taufe des neuen Motorrettungsbootes auf den Namen „Föhr Wied“. Am Steg sprach Pfarrer Uwe Junge Segensworte für das Boot und seine zukünftigen Besatzungen.
Die erste Ausfahrt der „Föhr Wied“ nach der Taufe wurde von weiteren DLRG-Booten aus Buxtehude, Drochtersen, Stade und Wedel begleitet. Das gemeinsame Bild auf dem Wasser verdeutlichte zugleich die enge Zusammenarbeit der DLRG-Einheiten in der Region.
„Ein Quantensprung für unsere Ortsgruppe“
Robert Rink zeichnete in seinem Redebeitrag die Entwicklung der motorisierten Wasserrettung in der Ortsgruppe nach. Diese begann 1985 mit der ersten „Föhr Wied“. Über verschiedene Bootsgenerationen entwickelte die Ortsgruppe ihre Fähigkeiten auf der Elbe und den angrenzenden Gewässern kontinuierlich weiter.
Das neue Boot sei sowohl technisch als auch für die Besatzungen ein erheblicher Fortschritt. „Für uns ist dieses Boot ein Quantensprung, ein Riesenschritt und etwas, das uns sehr stolz macht“, sagte Rink.
Die neue „Föhr Wied“ verfügt über zwei Motoren mit zusammen 600 PS und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 45 Knoten. Der überdachte und beheizbare Fahrerstand verbessert die Arbeitsbedingungen der Einsatzkräfte insbesondere bei längeren Einsätzen und ungünstiger Witterung.
Eine wesentliche Neuerung ist die Möglichkeit, verletzte oder gerettete Personen auf einer Krankentrage liegend und geschützt zu transportieren. Zur technischen Ausstattung gehören außerdem Radar, moderne Navigationssysteme, Sonar sowie eine 360-Grad-Kamera mit Wärmebildfunktion. Dadurch können Personen und Gegenstände auf oder im Wasser besser erkannt und Einsatzlagen auch bei eingeschränkter Sicht zuverlässiger beurteilt werden.
Das neue Motorrettungsboot ersetzt ein rund 30 Jahre altes Einsatzboot und erweitert die Möglichkeiten der Ortsgruppe bei Wasserrettungseinsätzen deutlich.
Neuer ELW als mobiles Lagezentrum für die Fernaufklärung
Neben dem Rettungsboot wurde auch der neue Einsatzleitwagen 1 mit integrierter Drohnenkomponente offiziell in Dienst gestellt. Das Fahrzeug ersetzt den bisherigen ELW und dient künftig als mobiles Arbeits- und Lagezentrum für die Fernerkundung.
Im Fahrzeug können Bild- und Aufklärungsergebnisse der eingesetzten Drohnen zusammengeführt, ausgewertet und für die Einsatzführung aufbereitet werden. Gleichzeitig ermöglicht der ELW eine bessere Vernetzung mit weiteren Organisationen, Führungsstellen und Aufklärungseinheiten an der Einsatzstelle.
Der Nutzen des Fahrzeugs reicht damit deutlich über klassische Wassernotlagen hinaus. Mögliche Einsatzbereiche sind unter anderem die Lageerkundung bei ausgedehnten Wald- und Vegetationsbränden, die Unterstützung bei Personensuchen sowie die Schadensbewertung bei Hochwasserlagen. Bei großflächigen oder schwer zugänglichen Einsatzstellen können Luftbilder wichtige Informationen liefern, Suchgebiete eingrenzen und der Einsatzleitung einen schnellen Überblick ermöglichen.
Der neue ELW erweitert damit nicht nur die Fähigkeiten der DLRG-Ortsgruppe, sondern stärkt zugleich die organisationsübergreifende Gefahrenabwehr und den Katastrophenschutz im gesamten Landkreis Stade.
Rund eine halbe Million Euro für moderne Einsatztechnik
Landrat Kai Seefried hob in seinem Grußwort die gemeinsame Finanzierung der beiden neuen Einsatzmittel hervor. Insgesamt wurden rund 500.000 Euro in das Motorrettungsboot und den neuen Einsatzleitwagen investiert.
Davon stammen rund 200.000 Euro vom Landkreis Stade und weitere 90.000 Euro aus Fördermitteln des Landes Niedersachsen (nach alter Förderrichtlinie). Darüber hinaus beteiligten sich unter anderem die Samtgemeinde Lühe, die Gemeinde Jork, die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, die Kreissparkasse Stade, die Sparkasse Stade-Altes Land, der Lions Club „Das Alte Land“ sowie zahlreiche weitere Förderer, Spender und Sponsoren an der Umsetzung der beiden Projekte. Einen wesentlichen Anteil brachte die DLRG Horneburg/Altes Land selbst durch Eigenmittel und eingeworbene Zuschüsse von Bundes- und Landesverband der DLRG auf. Die Finanzierung der beiden Einsatzmittel steht damit beispielhaft für das Zusammenspiel von öffentlicher Förderung, verbandlicher Unterstützung, Eigenleistung und privatem Engagement.
Die breite Unterstützung zeige, so Seefried, wie sehr die Arbeit der DLRG in der Region geschätzt werde und welches Vertrauen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte genössen.
„Jeder Euro, der hier investiert wird, ist ein gut investierter Euro, weil er durch das Ehrenamt so sehr vervielfältigt wird“, betonte der Landrat.
Zugleich würdigte er die Rolle der Drohneneinheit, die bereits regelmäßig im Landkreis Stade und darüber hinaus eingesetzt werde. Der Aufklärungstrupp Luft sei aus der Gefahrenabwehr inzwischen nicht mehr wegzudenken und habe mit dem neuen ELW nun ein modernes Führungs- und Arbeitsmittel erhalten.
Seinen besonderen Wunsch richtete Seefried an die Einsatzkräfte: Sie sollten von ihren Einsätzen stets gesund und sicher nach Hause zurückkehren.
Moderne Technik zum Ansehen und Erleben
Im Anschluss an den offiziellen Teil konnten die Gäste den neuen Einsatzleitwagen, die Drohnentechnik, das Motorrettungsboot sowie weitere Fahrzeuge und Einsatzmittel der Ortsgruppe aus nächster Nähe besichtigen.
Zahlreiche Teilnehmer nutzten außerdem die Gelegenheit zu einer Ausfahrt mit der neuen „Föhr Wied“ und gewannen dabei einen persönlichen Eindruck von der Leistungsfähigkeit und Ausstattung des Bootes.
Die DLRG-Ortsgruppe Horneburg/Altes Land bedankt sich bei allen Gästen für die überbrachten Glückwünsche und für den gemeinsamen Nachmittag. Ein besonderer Dank gilt den beteiligten Kommunen, dem Landkreis Stade, dem Land Niedersachsen sowie allen Förderern, Sponsoren und privaten Spendern, die beide Beschaffungsprojekte unterstützt haben.
Auch abseits des offiziellen Programms trugen zahlreiche Helferinnen und Helfer zum Gelingen des Nachmittags bei. Die Kameradinnen und Kameraden der DLRG Neu Wulmstorf sowie die Tresen-Crew sorgten engagiert für das leibliche Wohl der Gäste und rundeten damit die Veranstaltung in besonderer Weise ab.
Die DLRG-Ortsgruppe Horneburg/Altes Land bedankt sich bei allen Gästen für die überbrachten Glückwünsche, die vielen persönlichen Gespräche und den gemeinsam verbrachten Nachmittag. Ein besonderer Dank gilt den beteiligten Kommunen, dem Landkreis Stade, dem Land Niedersachsen, den unterstützenden DLRG-Gliederungen sowie allen Förderern, Sponsoren, Spendern und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sowohl die Beschaffungsprojekte als auch die Veranstaltung selbst möglich gemacht haben.
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