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Vollständige Liste der Ansprechpartner der DLRG Ortsgruppe Horneburg/Altes Land e.V. findest du hier .
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Aktuelle Einsätze, Wachberichte und Alarmierungen unserer Ortsgruppe – chronologisch aufbereitet.

Ein Waldbrand breitet sich vom Feerner Moor auf den Rüstjer Forst aus, die Stromversorgung fällt teilweise aus und ein Krankenhaus muss Patienten evakuieren. Mit diesem Szenario stellte die Katastrophenschutzübung „CASCADIA 2026“ am Samstag, den 24. Oktober 2026, die Einsatzkräfte im Landkreis Stade vor vielfältige Herausforderungen.
Mehr als 500 Einsatzkräfte waren für die Übung eingeplant, um die Zusammenarbeit im Katastrophenschutz unter realistischen Bedingungen zu trainieren. Mit dabei waren vierzehn Einsatzkräfte der DLRG-Ortsgruppen Horneburg/Altes Land, Stade und Drochtersen, die mit drei unterschiedlichen Einheiten verschiedene Aufgaben übernahmen.
Logistik und Technik Gruppe
Die gemeinsame Logistik und Technik Gruppe war mit einem Wechselladefahrzeug mit Kran, einem Gerätewagen Logistik sowie einem Sprinter mit mobiler Tankstelle im Einsatz.
Ein Auftrag bestand darin, das mobile Hochwasserschutzsystem am Katastrophenschutzzentrum Stade-Ottenbeck aufzunehmen und nach Helmste zu transportieren. Anschließend wurden damit zwei Löschwasserpufferspeicher für die Waldbrandbekämpfung aufgebaut. Nach Abschluss des Auftrags erfolgten der Rückbau und der Rücktransport zum Katastrophenschutzzentrum.
Parallel übernahm die Gruppe mit der mobilen Tankstelle die Kraftstoffversorgung der im Rüstjer Forst eingesetzten Kräfte. Damit wurde die kontinuierliche Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge und Geräte im Waldbrandgebiet unterstützt.
Aufklärungstrupp Luft
Der Aufklärungstrupp Luft unterstützte mit seiner Drohne die Lageerkundung im Rüstjer Forst. An zwei Einsatzstellen wurden Luftaufnahmen zur Erkundung der Schadenslage und zur Identifizierung möglicher Brandstellen angefertigt.
Dabei stellten insbesondere das dicht bewaldete Gelände und die vorherrschenden Witterungsbedingungen besondere Herausforderungen für den Drohneneinsatz dar. Die gewonnenen Erfahrungen lieferten wichtige Erkenntnisse für zukünftige Einsätze unter vergleichbaren Bedingungen.
An einer dritten Einsatzstelle wurde der Aufklärungstrupp zu einer Personensuche hinzugezogen. Da die bodengebundenen Einsatzkräfte die vermissten Personen bereits nach kurzer Zeit finden konnten, war ein weiterer Drohnenflug nicht erforderlich.
Kradmelder
Die Einsatzkräfte aus Drochtersen erkundeten mit einem ATV (Quad) und einem Mehrzweckfahrzeug (MZF) im Auftrag des Abschnittsleiters Waldbrand den Rüstjer Forst und seine Umgebung. Zunächst erkundeten sie Wasserentnahmestellen für die Brandbekämpfung, anschließend weitere Schadenslagen.
Dabei entdeckten und meldeten sie einen simulierten Verkehrsunfall mit drei Pkw und sieben eingeklemmten Personen sowie ein vom Waldbrand bedrohtes Pfadfinderlager, dessen Teilnehmende in den Wald geflüchtet waren und als vermisst galten. Die Meldungen ermöglichten der Einsatzleitung die gezielte Entsendung weiterer Kräfte. Auf den matschigen und unbefestigten Waldwegen bewährten sich beide geländegängigen Fahrzeuge.
Abschluss der Übung
Nach Abschluss der Übungsaufträge trafen sich die eingesetzten Kräfte zur gemeinsamen Mittagsverpflegung im Katastrophenschutzzentrum Stade-Ottenbeck. Anschließend kehrten die Einheiten in ihre Gerätehäuser zurück. Dort wurden die Fahrzeuge und Einsatzmittel aufgerüstet, das Material auf Vollständigkeit überprüft und die Einsatzbereitschaft am Nachmittag wiederhergestellt.
Die Übung bot den beteiligten DLRG-Einsatzkräften die Möglichkeit, ihre unterschiedlichen Fähigkeiten unter realitätsnahen Bedingungen einzusetzen und die Zusammenarbeit mit anderen Einheiten des Katastrophenschutzes zu trainieren.
Sie verdeutlichte zugleich, dass die DLRG neben der klassischen Wasserrettung auch mit spezialisierten Einheiten in den Bereichen Logistik, technische Unterstützung und Lageerkundung einen wichtigen Beitrag zum Katastrophenschutz leisten kann.
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